Allgemein

Die jungen Wilden des RSVN – heute Jasper Schroeder

Den Anfang unserer Vorstellung macht Jasper Schröder vom RC Blau-Gelb Langenhagen, der zum einen Deutscher Meister im 4er Mannschaftszeitfahren in Genthin wurde und dazu noch die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften 1er Straße gewann.

Hi Jasper, na, wie fühlt es sich an, Deutscher Meister zu sein?

Cool. Ich habe ja nicht daran gedacht, dass wir so etwas schaffen können. Wir fahren ja schon länger in diesem Team, aber bislang eher um Platz 6-8. Da war das natürlich eine Riesenfreude.

Hattest du damit gerechnet, den Titel in Genthin holen zu können?

Ne, nicht im Ernst. Noah (Balgenorth) hat daran geglaubt und uns immer wieder angestachelt, aber ich habe nicht wirklich damit gerechnet. Unsere Trainer Marcin Latussek und Nikolaj Fuchs haben an uns geglaubt und uns stark geredet, das war schon klasse.

Was ist das für ein Gefühl, wenn man mit einer tollen Zeit im Ziel ist und dann warten muss, bis die letzte Mannschaft die Ziellinie überquert?

Die Zeit ist verdammt lang. Noahs Vater hatte alle Zwischenzeiten und irgendwann war uns klar, dass wir auf dem Podium sind. Aber das wir gewonnen haben, das habe ich erst realisiert, als die Durchsage kam.

Und dann? Was ging dir da durch den Kopf?

Man freut sich unfassbar, das hat man bestimmt kilometerweit gehört. Wir haben geschrien, gejubelt und gefeiert. Wir waren ja nicht die Favoriten. NRW und Südbaden waren ja sonst immer vor uns, aber dieses Mal eben nicht. Ein wahnsinnig schönes Gefühl.

Konntest du in der Nacht dann überhaupt schlafen?

Naja, erst mal mussten wir ja nach Hannover zurück fahren. Da warteten vor unserem Vereinsheim schon viele Leute und gratulierten. Und zu Hause natürlich auch. Da waren auch noch Freunde gekommen, um zu gratulieren. Aber geschlafen habe ich dann richtig gut.

Und wie haben deine Kumpels reagiert?

Viele hatten es ja schon durch die Storys und Posts mitbekommen. Deutscher Meister klingt natürlich schon toll. Das ist nochmal was etwas anderes, als Landesverbandsmeister. Das ist schon cool.

Und dann holst du bei der Deutschen Meisterschaft Straße auch noch die Bronzemedaille. Erzähl mal, wie war das?

Naja, der Kurs war heftig. Der war so schwer, dass man wusste, dass in der zweiten Runde nur noch die Hälfte der Fahrer dabei sein würden. Zwei Fahrer hatten sich abgesetzt, da kam ich nicht mehr hin. Dahinter hatte sich dann eine Gruppe gebildet, aus der heraus ich dann immer wieder angegriffen habe. Dann waren wir zu zweit und ich musst ja nur noch sprinten.

Nur noch?

Ja, das ist natürlich nicht einfach, aber es lief und ich fühlte mich richtig gut.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was wäre das?

Aktuell würde ich gern noch das Führungstrikot bei der Bundessichtung holen. Dann gern im nächsten oder übernächsten Jahr mal einen Weltcup fahren und dann, ganz wichtig, hätte ich gern so ein richtig cooles Zeitfahrrad.

 Klasse. Wir wünschen dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg!