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Die jungen Wilden des RSVN – heute Noah Balgenorth

Nach der gestrigen Vorstellung von Jasper Schröder folgt heute Noah Balgenorth vom RC Blau-Gelb Langenhagen, der ebenfalls zum Team gehört, dass bei den Deutschen Meisterschaften in Genthin die Goldmedaille im 4er Mannschaftszeitfahren holte.

Hi Noah, was für ein Paukenschlag. Ihr seid Deutsche Meister! Tolles Gefühl, oder?

Oh ja. Ein super Gefühl. Gerade in diesem Jahr, wo wir wegen Corona so gut wie keine Rennen fahren konnten. Da war es manchmal schon schwer, sich immer wieder zum Training zu motivieren. Ich trainiere eigentlich gern und auch lieber etwas mehr als eigentlich auf dem Trainingsplan steht, aber wenn die Rennen fehlen, lässt irgendwann doch die Motivation nach. Umso schöner ist es dann, so einen Riesenerfolg feiern zu können.

Wie lief das Rennen?

Wir haben uns selbst überrascht. Jasper und ich sind am Anfang alle Wechsel gefahren und Levy und Tom blieben hinten drin. Dann lief es plötzlich und keiner von uns ließ nach. Bis ca. einen Kilometer vor dem Ziel sind wir zusammen geblieben. Das war unglaublich. Levy hat uns sogar noch die Brücke hochgezogen, obwohl wir eigentlich davon ausgegangen waren, dass er vorher schon rausgeht. Das war echt stark. Als wir im Ziel waren, sagte mein Vater, dass die Zeit richtig gut sei. Da dachten wir, dass es vielleicht für die Top 5 reichen würde. Und als dann alle im Ziel waren, da haben wir nur noch geschrien. Einer Frau neben uns fiel vor Schreck das Rad um. Es war so unglaublich.

Mannschaftszeitfahren sind ja brutal hart. Machst du das gern?

Ich mag es. Zeitfahren kann ich ganz gut. Jasper, Tom und ich machen das ja auch schon etwas länger zusammen. Zwar noch nie so erfolgreich, aber dafür hat es ja jetzt geklappt.

Habt ihr das Formationsfahren im Vorfeld trainiert?

So viel spezielles Training war es gar nicht. Wir sind im Trainingslager zusammen gefahren, aber eigentlich weiß ja jeder, was er zu tun hat. Unser Trainer Nikolaj hat uns schon gut eingestellt.

Wenn dir vor Genthin jemand gesagt hätte, dass ihr als Deutsche Meister nach Hause kommt, hättest du was geantwortet?

Ganz ehrlich? Ich habe vorher gesagt, wir packen das. Ich habe daran geglaubt, dass wir gewinnen können. Und Nikolaj hat das auch gesagt.

Am nächsten Tag ging es ja wieder in die Schule. Was haben sie dort zum neuen Deutschen Meister gesagt?

In der Schule interessiert das nicht so. Ich stehe ja auch nicht so gern im Mittelpunkt. Meine Freunde hatten natürlich gratuliert, aber das war es dann auch schon.

Was würdest du jungen Menschen empfehlen, die mit dem Radsport beginnen wollen?

Habt einfach Spaß. Das ist das Wichtigste. Dann sucht euch eine Gruppe, mit der ihr fahren könnt, denn das bringt unglaublich viel.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was wäre das?

Ich möchte auf jeden Fall im kommenden Jahr in der U19 bei den Deutschen Meisterschaften starten und dort gewinnen. Dann würde ich gern bei der Deutschen Meisterschaft im Cyclocross in die Top Ten fahren. Und dann würde ich gern noch das Bergtrikot in der Bundesliga gewinnen.

Klasse Ziele Noah, wir wünschen dir viel Erfolg dabei. Danke dir für das Interview.