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Die jungen Wilden des RSVN – heute Sven Redmann

Wenn über erfolgreiche junge Sportler aus unserem Landesverband gesprochen wird, kommt man an einem natürlich nicht vorbei. Heute gehts um den Gewinner der Nachwuchswertung der Rad-Bundesliga und den Slbermedaillengewinner bei den Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren der U 23 – Sven Redmann (RSV 23 Braunschweig) vom Team Dauner-AKKON.

Hi Sven, du strahlst. Dazu hast du nach deinem Vizemeistertitel bei den Deutschen Meisterschaften im Zeitfahren der U23 auch allen Grund. Erzähl mal, wie wars?

*Grinst* Geil wars. Richtig cool. Platz 2 bei der Deutschen Meisterschaft. In meinem allerersten Jahr U23. Ich hätte niemals damit gerechnet. Mein Traum war ein Top Ten Platz, vielleicht Platz 7, denn vorher hatte ich im Zeitfahren immer Platz 11 oder 12. Dazu war es ein superstarkes Feld mit Fahrern, die sogar schon international und auch bei den Europameisterschaften am Start standen. Da hatte ich schon gehörigen Respekt. Auch gab es im Vorfeld ein paar Probleme, dass ich nicht so trainieren konnte, wie ich wollte. Aber es war ein Traum. Ich habe wirklich mal genau das gemacht, was der Trainer gesagt hat und schnell gemerkt, dass es richtig gut läuft. Ich bin 58/11 gefahren und die ganze Zeit Kette rechts. 430 Watt und es wäre noch mehr drin gewesen. Die Beine waren richtig gut und dann habe ich den vor mir gestarteten gesehen. Ab diesem Moment wusste ich, dass ich gut war. Und das war es ja auch.

Wie fühlt sich das an, vor Tobi(Tobias Buck-Gramcko) im Ziel zu sein? Immerhin hast du einen dreifachen Weltmeister geschlagen.

Ich habe mich tierisch gefreut. Klar, der ist Weltmeister, aber auch ein guter Freund. Das ist etwas ganz besonderes. Ich habe aber bis zum Schluss gedacht, dass er vor mir landen würde.

Also ihr versteht euch super. Habt ihr denn auch Kontakt außerhalb des Radsports?

Klar. Wir schreiben viel und haben auch bei der DM viel zusammen gehockt. Und wir wollen auch bald mal gemeinsam fahren. Wir verstehen uns echt super.

Du fährst ja in dieser Saison für das Team Dauner-AKKON. Ist der Druck größer, wenn man als Teamfahrer unterwegs ist?

Naja, was heißt Druck? Ich trage das Trikot des Führenden in der Bundesliga. Das will ich natürlich behalten. Da mache ich mir schon selber Druck. Natürlich sagt einem das Team auch schon, was es von einem erwartet, aber die sind ja realistisch und wissen, was ich kann. Aber klar, ich will natürlich auch keinen enttäuschen. Also ist schon ein gewisser Druck da. Aber wenn ich mein Bestes gegeben habe, kann man mir nichts vorwerfen. Also gebe ich einfach mein Bestes.

Hand aufs Herz: Bist du eher trainingsfaul oder trainierst du gern?

Ich trainiere eigentlich wirklich gern, sitze sehr gern auf dem Rad und kann mich auch richtig quälen. Aber manchmal ist es echt schwer. Ich mache ja – so ganz nebenbei – eine Ausbildung und muss dementsprechend morgens früh raus. Wenn ich dann nach der Arbeit nach Hause komme und es regnet und kalt ist, dann schwindet natürlich die Motivation. Aber wenn ich dann auf dem Rad sitze, dann ist alles wieder gut.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was wäre das?

Also ich möchte mal für etwas ganz Großes nominiert werden. Vielleicht mal für die Europameisterschaften. Das wäre was. Da hätte ich richtig Bock drauf. Dann will ich natürlich weiter Fortschritte machen, mich entwickeln und ich will auf jeden Fall mal ein richtig Guter werden. Einfach sehen, wie weit ich kommen kann, denn ich weiß, dass ich noch viel mehr kann. Und im nächsten Jahr will ich Deutscher Meister werden. Ich würde auch gern meine Ernährung in den Griff bekommen und etwas leichter werden. Aber das ist ein schwieriges Thema, obwohl ich schon deutlich disziplinierter geworden bin. Und dann habe ich natürlich noch ein paar Wünsche, aber die erzähle ich hier lieber nicht *lacht*.

Ok, vielen lieben Dank Sven. Wir sind schon gespannt, womit du uns das nächste Mal überraschst. Alles, alles Gute und mach so weiter.