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Die jungen Wilden des RSVN – heute: unser Trainer Nikolaj Fuchs

Heute wollen wir mal den verantortlichen Auswahltrainer – Nikolaj Fuchs – zu Wort kommen lassen.

Nikolaj, du als Trainer müsstest doch rundum glücklich und zufrieden sein. Zwei Meistertitel und mehrere Podiumsplätze bei den Deutschen Meisterschaften für die Kadersportler des Radsportverbandes Niedersachsen. Hat dich der großartige Erfolg in den verschiedenen Nachwuchsklassen in diesem Jahr überrascht?

Nein, eigentlich nicht. Hannah (Buch) war meine große Favoritin. Die ist mental einfach so stark, da habe ich fest an den Meistertitel geglaubt. Bei Tobi (Tobias Buck-Gramcko) war es auch keine Überraschung, da weiß ja jeder – spätestens seit seinen drei Weltmeistertiteln – was er kann. Bei Sven (Redmann) war ich dagegen etwas überrascht. Der Junge ist zwar sehr, sehr schnell, aber ganz ehrlich hätte ich nicht mit dem Vizemeistertitel gerechnet.

Und die U17? Naja, die waren beim vorherigen Rennen in Töttelstedt so unglaublich stark gefahren, da war ich schon optimistisch. Dort hatten sie das Rennen über weite Strecken bestimmt, deshalb glaubte ich daran, dass sie bei den Deutschen Meisterschaften das Podium erreichen werden. Als sie dann mit riesigem Vorsprung ins Ziel kamen, da habe ich mich sehr gefreut, denn favorisiert waren eigentlich andere. Ein tolles Gefühl.

Ok, du kannst zu Recht stolz auf „deine“ Mädels und Jungs sein. Wie ist die Zusammenarbeit? Machen sie immer das, was der Trainer sagt?

Die Zusammenarbeit klappt super, die Jungs hören gut zu und sind hochprofessionell.

Und wenn ihr unterwegs seid und der Trainer sagt „um 22:00 Uhr ist Nachtruhe“? Hören sie dann auch so gut?

Lacht…ja, meistens…

Die tolle Nachwuchsarbeit der letzten Jahre kann sich wirklich sehen lassen. Mehrere Weltmeistertitel auf der Bahn und der Straße, Titel bei Deutschen Meisterschaften und selbst bei den Landesverbandsmeisterschaften sind die Kadersportler des Radsportverbandes Niedersachsen regelmäßig ganz vorn vertreten. Also alles in bester Ordnung?

Naja, Verbesserungen sind immer möglich und auch nötig. Es muss noch vieles professioneller werden, mit hauptamtlichen Trainern wie in anderen Verbänden. Das wäre schon wichtig.

Wenn du drei Wünsche frei hättest, was wäre das?

Einer muss den Hut aufhaben, also den ganzen Kader von der U17 bis zu den Junioren führen. Und dann, wie bereits gesagt, hauptamtliche Trainer haben, die auch in den Vereinen Präsenz zeigen und nicht noch 8 Stunden „nebenbei“ arbeiten gehen.

Dann wäre natürlich eine deutlich bessere finanzielle Unterstützung seitens des BDR und des LSB wünschenswert.

Auch Materialunterstützung wäre toll. Radsport ist teuer und im Nachwuchsbereich müssen die größte finanzielle Last der jungen Sportler immer noch die Eltern tragen. Da wird sehr viel Potenzial verschenkt.

Was würdest du jungen Menschen mit auf den Weg geben, die mit dem Radsport beginnen wollen?

Ganz wichtig: Spaß haben!

Nicht nur aufs Rad konzentrieren. Die Grundlagen kann man auch durch andere Sportarten schaffen. Tobi z.B. war früher Leichtathlet. Also ruhig schwimmen oder Fußball spielen. Sie müssen aber die Zeit für das Training in den Tagesablauf einbauen, das ist nicht so leicht. Wir reden da schnell mal über 5 Mal Training a 1 Stunde pro Woche. Da kommt ganz schön was zusammen.

Und was sagst du den Eltern?

Eltern sollten ihre Kinder immer unterstützen. Radsport kostet viel Zeit, aber es ist der schönste Sport der Welt. Und ganz wichtig: Loben, damit die Kids den Spaß am Sport nicht verlieren.

Super. Vielen lieben Dank Nikolaj. Wir wünschen dir auch weiterhin viel Spaß bei deiner Arbeit und natürlich maximalen Erfolg.